Die sechs Handlungsfelder des Customer Journey Managements

Customer Journey Management entfaltet seine Wirkung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mehrerer Handlungsfelder. Dieser Beitrag stellt die sechs zentralen Felder des CJM-Entwicklungsmodells vor und zeigt, wie sie gemeinsam die Grundlage für eine strategisch verankerte Customer Experience bilden.

Wie Unternehmen durch strategisches CJM Kundenzentrierung messbar machen

Customer Journey Management (CJM) ist weit mehr als das Erstellen von Journey Maps. Es ist ein strategischer Ansatz, der Kundenzentrierung nicht nur sichtbar, sondern auch messbar macht. Doch wie setzt man CJM erfolgreich um? Die Antwort liegt in den sechs Handlungsfeldern meines CJM-Entwicklungsmodells, die zusammenarbeiten, um Customer Experience (CX) nachhaltig zu gestalten und im Unternehmen zu verankern.

Die drei Blöcke des CJM-Entwicklungsmodells

Die sechs Handlungsfelder sind in drei Blöcke unterteilt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Managen, Befähigen und Orchestrieren.

Block 1: Managen

Im ersten Block liegt der Fokus auf der Erfassung, Analyse und Nutzung von Daten aus den Customer Journeys. Ziel ist es, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und CX gezielt zu optimieren.

Handlungsfeld 1: Journeys

Dieses Handlungsfeld bildet die Grundlage für CJM. Es geht darum, Customer Journeys systematisch zu erfassen, zu visualisieren und kontinuierlich anzupassen. Unternehmen entwickeln sich von ersten explorativen Mapping-Versuchen hin zur strategischen Nutzung von Journeys als Steuerungsinstrument.

Schlüsselthemen: Journey Mapping, Pain Points, Opportunity Management, End-to-End Journey Management.

Handlungsfeld 2: Insights

Hier geht es darum, qualitative und quantitative Daten zu sammeln, zu analysieren und gezielt einzusetzen. Insights ermöglichen es, Kundenverhalten zu verstehen und proaktive Entscheidungen zu treffen.

Schlüsselthemen: Datenanalyse, KPI-Monitoring, Kundenfeedback, Predictive Analytics.

Block 2: Befähigen

Dieser Block konzentriert sich auf die Menschen und Kultur im Unternehmen. Kundenzentrierung ist nur möglich, wenn Mitarbeitende die nötigen Fähigkeiten besitzen und eine kundenorientierte Denkweise gefördert wird.

Handlungsfeld 3: Skills

Kompetenzen im Bereich CJM sind essenziell. Dieses Handlungsfeld umfasst Schulungsprogramme, Zertifizierungen und Mentorship, um Mitarbeitende zu befähigen, Customer Journeys effektiv zu managen.

Schlüsselthemen: Schulungen, spezialisierte Rollen, kontinuierliche Weiterbildung, Peer-Learning.

Handlungsfeld 4: Culture

Eine kundenorientierte Unternehmenskultur ist entscheidend für den Erfolg von CJM. Dieses Handlungsfeld zielt darauf ab, CX als Kernwert in allen Unternehmensbereichen zu etablieren.

Schlüsselthemen: Kundenorientierte Werte, interne Kommunikation, Leadership Engagement, Customer Advocacy.

Block 3: Orchestrieren

Der dritte Block befasst sich mit den operativen und technischen Grundlagen, die nötig sind, um CJM effektiv umzusetzen.

Handlungsfeld 5: Operations

Prozesse und Strukturen müssen bereichsübergreifend gestaltet und optimiert werden, um CJM nachhaltig zu integrieren.

Schlüsselthemen: Prozessstandardisierung, Aufbau- und Ablauforganisation, bereichsübergreifende Zusammenarbeit, agile Prozesse, Governance-Modelle.

Handlungsfeld 6: Tools

Die richtigen Werkzeuge sind essenziell, um Daten zu sammeln, Journeys zu visualisieren und CX zu messen. Dieses Handlungsfeld umfasst die Auswahl, Implementierung und Optimierung von verschiedenen Tools, z.B. zum Managen von Journeys, Erhebung von Kundenfeedback oder Analyse von Kundenverhalten an Touchpoints.

Schlüsselthemen: Tool-Strategie, Datenintegration, zentrale Plattformen, innovative Technologien.

Die Entwicklungsstufen des CJM-Modells

Die sechs Handlungsfelder entwickeln sich nicht immer gleichmäßig – Unternehmen befinden sich häufig auf unterschiedlichen Reifegraden in den einzelnen Bereichen. Das CJM-Entwicklungs-Modell betrachtet vier zentrale Stufen, die Orientierung bieten, um gezielte Fortschritte in den Handlungsfeldern zu erreichen.

Unaware: Kein Bewusstsein oder Aktivitäten im CJM

Unternehmen auf dieser Stufe agieren reaktiv und sehen Kundenzentrierung oft nicht als strategische Priorität.

Adopt: Erste Schritte im CJM

Der Fokus liegt darauf, erste Grundlagen zu schaffen, oft durch Pilotprojekte oder gezielte Initiativen.

Build: Systematische Prozesse und Integration

CJM wird strategisch eingesetzt und entwickelt sich zu einem integrierten Bestandteil der Unternehmensführung.

Commit: Vollständige Integration in Strategie und Kultur

Unternehmen auf dieser Stufe sind kundenzentriert auf allen Ebenen. CJM ist kein Projekt mehr, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der den Erfolg des Unternehmens langfristig sichert.

Warum ist die Reife wichtig?

Die Entwicklungsstufen machen sichtbar, dass nicht alle Unternehmen den gleichen Ausgangspunkt haben. Während manche Unternehmen mit Journey Mapping beginnen, benötigen andere bereits ein fortgeschrittenes Framework, um CJM bereichsübergreifend zu skalieren. Das Ziel ist, die Reife in allen Handlungsfeldern ausgewogen und strategisch weiterzuentwickeln. Customer Journey Management ist kein Selbstzweck, sondern eine strategische Priorität, die Unternehmen messbare Erfolge bringt. Die sechs Handlungsfelder bieten einen klaren Rahmen, um CJM nachhaltig und erfolgreich zu gestalten.

Wenn du herausfinden willst, welches Handlungsfeld bei euch gerade der größte Hebel ist, lass uns kurz eure Situation durchgehen.

Wie sieht das in deiner Organisation aus?

Wenn du herausfinden willst, welches Handlungsfeld bei euch gerade der größte Hebel ist, lass uns kurz eure Situation durchgehen.
Vielen Dank für die Kontaktaufnahme, ich melde mich baldmöglichst bei dir.
Ups, da ist etwas schiefgegangen - probiere es bitte noch einmal.

Weitere Impulse zu Customer Experience